Für die, die keine Zeit haben: SSDs sind schnell, aber nicht gut zum lange Aufbewahren. Ohne Strom verlieren sie nach einiger Zeit Daten. Für wichtige Erinnerungen solltet ihr andere Speicher und Backups nutzen.
Warum SSDs ohne Strom Daten verlieren

SSDs sind praktisch und schnell. Viele nutzen sie deshalb auch als externen Speicher. Was viele aber nicht wissen: Eine SSD braucht regelmässig Strom, sonst verliert sie nach einiger Zeit ihre gespeicherten Informationen. Der Grund ist einfach: Die Daten werden in kleinen elektrischen Ladungen gespeichert. Bleibt die SSD lange ausgeschaltet, verschwinden diese Ladungen langsam – und damit auch die gespeicherten Fotos, Videos oder Dokumente.
Darum eignen sich SSDs nicht gut, wenn ihr etwas viele Jahre sicher aufbewahren wollt.
Wie schnell gehen Daten verloren?
Das hängt vom Modell ab. Und davon, wie viel die SSD schon benutzt wurde. Ganz grob gilt:
- Günstige SSDs halten Daten ungefähr 1 Jahr, wenn kein Strom anliegt
- Bessere SSDs schaffen 2 bis 3 Jahre
- Sehr hochwertige Profi-Modelle (selten im Alltag) können 5 bis 10 Jahre halten
Wichtig: Das ist nur ein Richtwert. Es kann auch schneller passieren, vor allem wenn die SSD warm gelagert wird oder schon viele Schreibvorgänge hinter sich hat.
Warum das wichtig ist
Viele denken: „Eine SSD ist modern, also sicher.“
Das stimmt nicht, wenn die SSD lange herumliegt.
Beispiel:
Ihr speichert alle Familienfotos auf eine externe SSD und legt sie in eine Schublade. Nach ein paar Jahren wollt ihr die Bilder anschauen – und die SSD ist leer oder die Dateien sind kaputt. Das passiert leider öfter als man denkt.
Was ihr stattdessen tun solltet
Damit ihr eure Erinnerungen nicht verliert, helfen ein paar einfache Regeln:
1. Nutzt die 3-2-1-Regel
- 3 Kopien eurer Daten
- 2 verschiedene Speicherarten (z. B. SSD + HDD oder HDD + Cloud)
- 1 Kopie ausser Haus oder in der Cloud
So seid ihr auch dann sicher, wenn ein Speicher ausfällt.
2. HDDs sind besser zum Archivieren
Eine klassische Festplatte (HDD) speichert Daten magnetisch. Auch wenn sie jahrelang ausgeschaltet ist, bleiben die Daten meistens stabil. Darum sind HDDs besser geeignet, wenn ihr etwas wirklich lange aufheben wollt.
3. Wenn ihr trotzdem eine SSD nutzt
- Mindestens einmal im Jahr anschliessen
- Daten prüfen
- Eine zweite Kopie woanders speichern
So merkt ihr rechtzeitig, wenn etwas nicht stimmt.
Fazit
SSDs sind perfekt für den Alltag: schnell, leise und bequem. Aber für jahrzehntelange Aufbewahrung taugen sie nur schlecht. Wichtige Erinnerungen und Dokumente gehören immer auf mehrere Speicher gleichzeitig – und nicht nur auf eine SSD, die jahrelang in der Schublade liegt.





