Warum ihr keinem KI-Chatbot alles erzählen solltet

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Für die, die keine Zeit haben: Chatbots sammeln und speichern Daten, die ihr eingibt. Sensible Informationen können weitergegeben oder für Trainingszwecke genutzt werden.
Teilt keine vertraulichen Daten wie Passwörter, Finanz- oder Gesundheitsinformationen mit KI-Tools.

Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude werden immer populärer. Sie können bei vielen Aufgaben helfen – bei Recherchen, beim Schreiben oder Problemlösen. Gleichzeitig ist es aber wichtig, Datenschutz bei KI-Chatbots zu verstehen und bewusst damit umzugehen.

Viele Nutzer:innen fühlen sich schnell vertraut mit diesen Systemen und geben persönliche Details preis. Das kann gefährlich sein. Professionelle KI-Trainer und Datenschutz-Experten warnen, dass Eingaben von Chatbots gespeichert, analysiert und sogar für das Trainieren von zukünftigen KI-Modellen verwendet werden.

Warum eure Daten bei KI-Chatbots nicht sicher sind

Chatbot-Dienste speichern Gespräche oder nutzen sie zur Verbesserung ihrer Systeme. Das bedeutet: Alles, was ihr eingebt, kann theoretisch weitergegeben oder wieder abgefragt werden können, solange es im System vorhanden ist. Das gilt selbst dann, wenn ihr den Chat löscht – viele Anbieter behalten Daten in ihren Trainingssets.

Zudem ist ein KI-Chatbot kein rechtsverbindlicher, vertraulicher Ansprechpartner wie ein Anwalt oder eine Fachperson im Gesundheitswesen. Informationen wie Gesundheitsdaten oder psychologische Details fallen nicht unter gesetzliche Schutzregeln, wenn sie in einer KI-Session eingegeben werden.

Welche Daten ihr auf keinen Fall teilen solltet

Um Risiken zu minimieren, gibt es Kategorien von Daten, die ihr niemals in einen Chatbot eingeben solltet:

Persönliche Identifikationsdaten

  • Vollständiger Name
  • Wohnadresse
  • Telefonnummer
  • Geburtsdatum
    Solche Daten können für Identitätsdiebstahl oder Betrug genutzt werden.

Finanzielle Informationen

  • Kredit- oder Debitkartennummern
  • Kontodaten
  • Passwörter oder PINs
    Diese sensiblen Daten gehören niemals in ein KI-Gespräch, da sie von Dritten missbraucht werden könnten.

Gesundheitsdaten

  • Diagnosen, Medikation, Behandlungsgeschichten
    KI-Chatbots sind keine medizinischen Fachpersonen. Diese Daten können gespeichert werden – ohne medizinischen Datenschutz.

Geschäfts- oder Geheimprojektdaten
Betreibt ihr ein Unternehmen oder arbeitet an sensiblen Projekten, gehören Details darüber nicht in öffentliche KI-Chats. Geschäftsgeheimnisse können so ungewollt offengelegt werden.

Tipps für sicheren Umgang

  1. Nur allgemeine Fragen stellen: Nutzt Chatbots für allgemeine Informationen oder Erklärungen, aber nicht für vertrauliche Inhalte.
  2. Chats regelmässig löschen: Viele Dienste bieten die Möglichkeit, Chatverläufe zu entfernen oder Inkognito-Modi zu nutzen.
  3. Datenschutz-Einstellungen prüfen: Schaut in die Richtlinien und Einstellungen des jeweiligen Tools, welche Daten gespeichert oder genutzt werden.
  4. Für sensible Aufgaben professionellen Rat nutzen: Bei finanziellen, medizinischen oder rechtlichen Fragen sind qualifizierte Fachpersonen die bessere Wahl als KI-Chatbots.

Fazit

Chatbots sind praktische Hilfsmittel im Alltag. Sie bieten schnellen Zugang zu Informationen und Hilfe. Gleichzeitig ist Datenschutz bei KI-Chatbots kein Randthema, sondern entscheidend, um eure Privatsphäre zu schützen. Teilt niemals vertrauliche oder sensible Daten und nutzt Chats bewusst und vorsichtig.

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