Kinder und Jugendliche im Umgang mit WhatsApp und Co.

Kinder und Jugendliche im Umgang mit WhatsApp

Messenger-Dienste wie WhatsApp, Snapchat oder Telegram sind fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Doch damit gehen auch Herausforderungen und Risiken einher. Wie können Eltern ihren Kindern helfen, sicher damit umzugehen, ohne ihre Privatsphäre zu verletzen? Hier sind wichtige Tipps und Informationen.

1. Grundregeln für den sicheren Umgang

  • Privatsphäre-Einstellungen anpassen: Helft eurem Kind, die Einstellungen so anzupassen, dass nur bekannte Kontakte Nachrichten und Statusmeldungen sehen können.
    > Nutzt dazu meine Artikel WhatsApp: Das solltest du unbedingt ändern! oder Meine Tipps zu Smartphone’s
  • Keine persönlichen Daten teilen: Erklärt warum Telefonnummern, Adressen oder Schulnamen nicht in Gruppenchats oder öffentlich geteilt werden sollten.
  • Vorsicht bei fremden Kontakten: Kinder sollten nur mit Personen kommunizieren, die sie persönlich kennen.
  • Bilder und Videos bewusst teilen: Erklärt das alles, was einmal verschickt wurde, nicht mehr vollständig gelöscht werden kann.

2. Kontrolle ohne Kontrolle: Vertrauen aufbauen

  • Offene Gespräche führen: Anstatt heimlich Nachrichten zu überprüfen, setzt auf eine vertrauensvolle Beziehung.
  • Regeln gemeinsam festlegen: Bestimmt gemeinsam, wann und wie lange Messenger genutzt werden dürfen.
  • Vorbild sein: Eltern sollten selbst bewusst mit digitalen Medien umgehen.
    Vielleicht gleich in dem Zuge sein eigenes Verhalten hinterfragen?

3. Sensibilisierung für Risiken

Belästigung, Nötigung und Mobbing sind in Messenger-Diensten leider keine Seltenheit. Kinder und Jugendliche sollten wissen:

  • Nicht auf Hassnachrichten oder Drohungen eingehen: Nachrichten von Unbekannten oder beleidigende Inhalte sollten sofort gemeldet und blockiert werden.
  • Mit Eltern oder Vertrauenspersonen sprechen: Ermutigt euer Kind, Probleme offen anzusprechen.
  • Screenshots als Beweis sichern: Falls es zu Cybermobbing kommt, sind Beweise wichtig.
  • Sexuelle Belästigung erkennen und verhindern: Kinder und Jugendliche sollten darüber aufgeklärt werden, dass das Zusenden von unangemessenen Bildern, das Fordern intimer Fotos oder aufdringliche Nachrichten nicht akzeptabel sind. Erklärt das sie solche Inhalte sofort ignorieren, melden und sich Hilfe suchen sollen.
  • Keine Bilder oder Videos an Fremde schicken: Auch wenn der Absender vertrauenswürdig erscheint, sollte keine private oder intime Aufnahme geteilt werden.
  • Kettenbriefe und Fake-Nachrichten durchschauen: Manche Nachrichten versuchen, Angst zu verbreiten oder Kinder zu manipulieren – sprecht darüber, wie man solche Inhalte erkennt.

4. Wo gibt es Hilfe in der Schweiz?

Manche Kinder möchten nicht mit ihren Eltern über Probleme sprechen. Folgende Anlaufstellen bieten Unterstützung:

  • Pro Juventute Beratung + Hilfe 147: Telefonisch (147) oder per Chat auf 147.ch (anonym und kostenlos).
  • Zischtig.ch: Workshops und Beratung zu sicheren Internetnutzungsgewohnheiten.

5. Weitere wichtige Tipps für Eltern

  • Messenger sind kein rechtsfreier Raum: Cybermobbing oder Drohungen können strafrechtliche Konsequenzen haben.
  • Eltern können nicht alles verhindern: Wichtiger ist, dass das Kind weiss, wie es sich schützen kann.
  • Gemeinsam digitale Kompetenzen entwickeln: Besprecht gemeinsam neue Apps, Trends und Risiken regelmässig. Nutzt gemeinsam das Internet um sich zu informieren.
  • Hilfe für techniküberforderte Eltern: Nicht alle Eltern sind mit digitalen Medien vertraut. Folgende Angebote können helfen:

Durch eine offene Kommunikation und klare Regeln können Kinder lernen, verantwortungsvoll mit Messenger-Diensten umzugehen. Vertrauen und Sensibilisierung sind dabei die besten Schutzmechanismen.

Kinder und Jugendliche im Umgang mit WhatsApp

Wer gerne weiterführende und ausführlichere Informationen möchte, ist bei der Webseite SCHAU HIN.info an der richtigen Adresse. Das Angebot ist aus Deutschland und thematisiert die digitale Welt mit Kindern und Jugendlichen.

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