Für die, die keine Zeit haben: Phishing mit E-Vignetten nimmt weiter zu, betrügerische Webseiten sehen echt aus. Nur über www.e-vignette.ch oder das offizielle Bundes-Portal kaufen, keine Zahlungsdaten über Links eingeben.
Seit der Einführung der elektronischen Vignette in der Schweiz (E-Vignette) steigt der Anteil der Online-Käufe deutlich. Das ist bequem, kann aber auch Risiken mit sich bringen. Viele Menschen wissen nicht, wie sie E-Vignette sicher kaufen und werden Opfer von Phishing-E-Mails oder landen auf gefälschten Verkaufsseiten, die seriös aussehen.

Warum Vorsicht jetzt besonders wichtig ist
Im Januar scheinen die gleichen Probleme wieder aufzutauchen wie jedes Jahr kurz vor dem Ablaufdatum der alten Vignette. Kriminelle verschicken Phishing-E-Mails, in denen behauptet wird, die mit eurem Fahrzeug verknüpfte E-Vignette sei gesperrt worden. Über einen Link sollt ihr angeblich eure Zahlungsinformationen aktualisieren – das führt jedoch direkt auf gefälschte Seiten. Dort werden Kreditkarten- und persönliche Daten abgefragt.
Auch Suchmaschinen-Resultate können gefährlich sein: Betrüger schalten gesponserte Anzeigen, die vor den echten Treffern erscheinen und zu Fake-Shops führen. Diese sehen täuschend echt aus, inklusive offizieller Logos und gestaltetem Kaufprozess. Wer dort seine Daten eingibt, bezahlt oft für eine ungültige Vignette und verliert Geld.
Gefahren neben Phishing
Es gibt zusätzlich Drittanbieter, die echte E-Vignetten verkaufen, aber zu stark überhöhten Preisen oder mit undurchsichtigen Zusatzkosten. Diese bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone und sind schwer von offiziellen Angeboten zu unterscheiden. Für euch bedeutet das: Der Preisunterschied fällt häufig erst im Bestellprozess auf, und am Ende zahlt ihr mehr als nötig.
Diese Situation wurde seit dem Vorjahr bereits mehrfach im Zusammenhang mit unechten Verkaufsstellen und überteuerten Angeboten thematisiert. Auch der Konsumentenschutz hat davor gewarnt, die E-Vignette über inoffizielle Websites zu kaufen.
Auch in anderen europäischen Ländern mit E-Vignetten-Systemen wie Österreich schlagen Behörden ähnliche Alarmzeichen wegen Fake-Shops und überteuerter Angebote. Dort wird explizit empfohlen, nur über offizielle Webseiten der jeweiligen Strassenbehörden zu kaufen.
Fazit
Der Onlinekauf der E-Vignette ist praktisch, sollte aber mit gesundem Misstrauen und der richtigen Adresse erfolgen. Wenn ihr wissen wollt, wie Betrüger vorgehen und wie ihr sie erkennt, kann ein Blick auf den Artikel vom letzten Jahr helfen: Vorsicht vor gefälschten E-Vignetten-Websites! auf cybersofa.ch. Bei Unsicherheit gilt immer: lieber einmal mehr die Adresse prüfen als einmal zu wenig.