5 einfache IT Sicherheitsregeln

Lesedauer 3 Minuten

Unabsichtlich die IT-Sicherheit gefährden: So vermeidest du Risiken

Im hektischen Alltag passiert es schnell: Eine E-Mail wird schnell bearbeitet, ein vertrauliches Dokument gedruckt, ein Link angeklickt oder abends die Unterlagen auf das private E-Mail-Postfach geschickt. Doch solche Situationen können die IT-Sicherheit deines Arbeitgebers und auch die IT-Sicherheit zuhause gefährden.
Folgende 5 einfache IT Sicherheitsregeln helfen im Alltag die IT sicherer zu machen:

1. Lange Passwörter: Einfach sicher

Vergiss komplizierte Passwörter! Mit langen Passwörtern schützt du dich einfach und effektiv. So einfach geht’s:
Mindestens 12 Zeichen: Je länger, desto besser!
Verschiedene Zeichen: Nutze mindestens, einen Kleinbuchstaben, einen Grossbuchstaben, eine Zahl, ein Sonderzeichen

Beispiele:
„Sommerferien2024!“
„Passwort123456+
„Geburtstagskind1980?“

Warum lange Passwörter sicherer sind:
Länger = schwieriger zu knacken: Brute-Force-Angriffe, bei denen Hacker alle möglichen Zeichenkombinationen ausprobieren, brauchen bei langen Passwörtern deutlich länger.
Einfacher zu merken: Lange Passwörter mit einfachen Wörtern und Symbolen sind leichter zu merken als kurze, komplizierte Passwörter.

Extra Tipp:
Verwende für jeden Account ein eigenes Passwort. So minimierst du das Risiko, dass Hacker bei einem Datenleck Zugriff auf alle deine Konten erhalten. Mit langen Passwörtern bist du auf der sicheren Seite! Damit du den Überblick über deine Passwörter nicht verlierst, nutze einen Passwortmanager!

2. E-Mails: Vorsicht Falle!

Cyberangriffe starten oft mit einer E-Mail. Phishing, CEO-Fraud und andere Hackermethoden versuchen, die Leute zu täuschen und so Schadsoftware zu verbreiten oder Daten und Passwörter zu stehlen.

Sei wachsam:

  • Vertraue nie blind auf E-Mails, auch wenn sie von bekannten Absendern zu kommen scheinen.
  • Klicke niemals auf Links oder öffne Anhänge in verdächtigen E-Mails.
  • Sei skeptisch bei ungewöhnlichen Anfragen, z. B. Geldüberweisungen.
  • Gib niemals deine persönlichen Daten oder Passwörter per E-Mail preis.
  • Setze technische Schutzmaßnahmen ein, z. B. Spamfilter und Virenscanner.
  • Halte deine Systeme und Software auf dem neuesten Stand.

Mit Vorsicht, gesundem Menschenverstand und den richtigen Schutzmaßnahmen können Sie Cyberangriffe per E-Mail erfolgreich abwehren.

3. Sichere Trennung von Privat und Beruf

E-Mails:
Vermeide geschäftliche E-Mails auf privaten Konten und umgekehrt.

Speichermedien:
Verwende separate Speichermedien (Festplatten, Cloud) für private und geschäftliche Daten.
USB-Sticks sind idealerweise zu im geschäftlichen Kontext zu vermeiden. Nutze stattdessen die Cloudlösungen deines Arbeitgebers.

Geräte:
Nutze Firmengeräte nur für geschäftliche Daten.
Vermeide ungeschützte WLAN-Verbindungen (z.B. Gratis-Wifi).
Aktiviere die Firewall auf Firmengeräten.
Nutze, wenn möglich, den Hotspot deines Handys.

USB-Sticks:
Geschenkte USB-Sticks müssen vor der Verwendung an Firmengeräten auf Sicherheit geprüft werden. Am besten diese vorgängig in der IT-Abteilung kontrollieren lassen.

Zugangsdaten:
Gebe niemals Zugangsdaten für Teams, Daten etc. an Dritte weiter.

Mit diesen einfachen Maßnahmen schützt du deine Privatsphäre und die Sicherheit deiner Daten und die deines Arbeitgebers.

4. Diskretion wahren: So schützt du sensible Daten

Vertraulichkeit:
Bewahre sensible Daten stets vertraulich.
Vermeide die Veröffentlichung heikler Informationen in sozialen Medien.

Arbeitsplatz:
Sperre immer den Bildschirm deines Computers, wenn du den Arbeitsplatz verlässt.
Sichere deinen Laptop mit einem Kabel, um Diebstahl zu verhindern, wenn dies nötig ist.

Sensible Daten:
Verwende einen Schutzfilter, um den Bildschirm vor neugierigen Blicken zu schützen. Vorallem im öffentlichen Verkehr oder in Restaurants.

Zusätzliche Tipps:
Sei vorsichtig, mit wem du Informationen teilst.
Achte auf verdächtige Aktivitäten und melde diese umgehend deinem Vorgesetzten, HR-Abteilung oder IT-Abteilung.
Informiere dich über bewährte Praktiken zum Schutz sensibler Daten bei deinem Arbeitgeber.

Mit diesen Maßnahmen kannst du sicherstellen, dass deine vertraulichen Daten vertraulich bleiben.

5. Im Verdachtsfall aktiv werden: So schützt du dich und dein Arbeitgeber

Schnelles Handeln:
Informiere umgehend die zuständige Stelle, wenn du einen Verdachtsfall bemerkst.
Je schneller Schutzmaßnahmen ergriffen werden, desto besser.

Verdächtige E-Mails:
Melde verdächtige E-Mails auf deinem Firmen-Account der ICT-Abteilung. Lass verdächtige E-Mails in deinem privaten Mailaccount ungeöffnet und wende dich an deinen Informatiker deines Vertrauens.

Gestohlene Geräte:
Informiere die ICT-Abteilung unverzüglich, wenn ein Firmengerät gestohlen wurde.
Dies gilt auch, wenn der Laptop am Zoll konfisziert wurde.

Cyber-Mobbing:
Informiere deinen Arbeitgeber, wenn du Opfer von Cyber-Mobbing geworden bist.
Sichere Beweise mit Screenshots und blockiere den Täter.
Informiere die Polizei.

Zusätzliche Tipps:
Sei wachsam und misstraue unbekannten Absendern und Links.
Klicke niemals auf Links in verdächtigen E-Mails oder Anhängen.
Halte deine Software und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand.
Verwende sichere Passwörter und ändere diese regelmäßig.

Mit umsichtigem Verhalten und dem Wissen, wie du im Verdachtsfall richtig handelst, kannst du einen wichtigen Beitrag zur IT-Sicherheit leisten.

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